ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Weidmann: Wirtschaft der Eurozone wächst moderat

Die Wirtschaft der Eurozone ist zwar gut ins Jahr 2016 gestartet, doch sollte das kräftige Wachstum im ersten Quartal nach Ansicht von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann nicht auf das gesamte Jahr hochgerechnet werden. In den ersten drei Monaten hatte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal zugelegt.

Staatsrechtler Papier hält Bargeldobergrenzen für bedenklich

Die Einführung einer Obergrenze für Bargeldzahlungen würde nach Einschätzung des Staatsrechtlers Hans-Jürgen Papier einen schwerwiegenden Eingriff in die Grundrechte der Bürger darstellen, dem ein sehr unsicherer Nutzen gegenüber stehe. eim Bargeldsymposium der Deutschen Bundesbank sagte Papier, zu befürchten wären Eingriffe in die Grundrechte auf Eigentumsfreiheit, auf Vertragsfreiheit und auf informationelle Selbstbestimmung.

Zahl der fertig gestellten Wohnungen steigt nur noch leicht

Die Zahl der fertig gestellten Wohnungen in Deutschland ist 2015 nur leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete, wurden 1,0 Prozent oder 2.400 mehr Wohnungen als im Jahr 2014 fertig gebaut. Von 2013 auf 2014 hatte es noch eine Steigerung um rund 14 Prozent gegeben.

Britische Kleinunternehmen haben teils wenig Sorgen wegen Brexit

Tony Bastock ist Miteigentümer der Contract Chemicals Ltd, einer 100-Mitarbeiterfirma im britischen Prescot. Er erwartet in den nächsten Jahren Kosten von mehr als 450.000 Euro, um die Vorschriften der Europäischen Union umzusetzen. Seiner Meinung nach könnte Großbritannien außerhalb der EU “vernünftigere” Regeln entwickeln.

Merkel spricht mit Chinas Regierung über Handelsstreit

Zum Auftakt der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in Peking hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Vermittlungsbereitschaft in Handelsstreitigkeiten signalisiert. Berlin sei sich der 2001 gemachten Versprechen sehr bewusst, sagte sie am Montag mit Blick auf die EU-Position, Peking nach 15 Jahren den Status einer Marktwirtschaft zuzubilligen. Es sei besser eine Position zu haben, in der Anti-Dumping-Zölle nicht länger notwendig seien.

Deutschland und China wollen mehr in Drittstaaten kooperieren

Deutschland und China haben eine stärkere Zusammenarbeit in Drittländern und auf Drittmärkten vereinbart, die Entscheidung über einzelne Projekte aber zugleich von wirtschaftlichen Kriterien abhängig gemacht. In einer Erklärung nach Regierungskonsultationen beider Länder in Peking kündigten sie auch eine stärkere Abstimmung bei der Lösung internationaler Konflikte an.

Automarkt in China wächst im Mai um 11 Prozent

Der Neuwagenabsatz in China ist im Mai um 11 Prozent gestiegen. Das war der bislang stärkste monatliche Anstieg in diesem Jahr. Die Hersteller lieferten 1,79 Millionen Pkw – Limousinen, SUVs und Minivans – an Autohändler im weltgrößten Automobilmarkt aus, wie der Verband China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) mitteilte. Im Vorjahreszeitraum waren es 1,61 Millionen Stück.

Opec hält an Prognosen fest

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hat ihre Prognosen zu Angebot und Nachfrage nicht angetastet. In ihrem Monatsbericht sagt das Rohstoffkartell weiter eine Zunahme der globalen Nachfrage um 1,2 Millionen Barrel auf 94,18 Millionen Barrel pro Tag voraus. Vor allem Indien sorge für eine höheren Bedarf.

Basler Ausschuss nimmt Banken bei Risikobewertung an die Kandare

Internationale Regulierer wollen den Banken ihre Spielräume bei der Bewertung von Risiken erheblich einschränken. Dieser Schritt könne aber die Kreditvergabe gefährden, die Gewinne verringern und unter dem Strich sogar für mehr Risiken sorgen, monieren Kritiker. Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) hat seit Ende vergangenen Jahres fünf verschiedene Regeln vorgeschlagen, wonach die Geldhäuser künftig Standardkalkulationen anstatt eigener Methodologien verwenden müssen.

EU-Ratspräsident Tusk warnt vor zerstörerischen Folgen eines Brexits

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat mit drastischen Worten vor weit reichenden Folgen eines möglichen Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) gewarnt. “Als Historiker fürchte ich: Der Brexit könnte der Beginn der Zerstörung nicht nur der EU, sondern der gesamten politischen Zivilisation des Westens sein”, sagte Tusk der Bild-Zeitung.

Früherer Bitkom-Chef Kempf soll neuer BDI-Präsident werden

Dieter Kempf soll neuer Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) werden. Wie der Wirtschaftsverband in Berlin bekanntgab, hat BDI-Präsident Ulrich Grillo den früheren Chef des Digitalverbandes Bitkom als seinen Nachfolger vorgeschlagen.

DJG/DJN/AFP/apo

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June 13, 2016 07:30 ET (11:30 GMT)

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