MDR AKTUELL – Meldungen um 19:00 Uhr


Brexit schickt Börsen auf Talfahrt

Die Entscheidung der Briten für einen EU-Austritt hat die Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. In Frankfurt schloss der Leitindex Dax mit 9557 Punkten – knapp sieben Prozent schwächer als gestern. Zeitweise war er sogar um zehn Prozent abgestürzt – so stark wie seit der Pleite der US-Bank Lehman im Jahr 2008 nicht mehr. Auch die Aktienmärkte in Ostasien und den USA gaben deutlich nach. So schloss der Nikkei in Tokio acht Prozent im Minus. Der Ausgang des Referendums traf auch die Finanzmärkte hart. Das britische Pfund fiel auf knapp 1,33 Dollar und damit den tiefsten Stand seit 1985.


Bundesregierung: Brexit für Wirtschaft vorerst verkraftbar

Nach dem Brexit-Votum hat die Bundesregierung versucht, die Sorgen der deutschen Wirtschaft zu dämpfen. Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sagte, die Auswirkungen eines britischen EU-Austritts seien vorerst verkraftbar. Gegenüber außenwirtschaftlichen Einflüssen hätten sich die deutschen Unternehmen stets robust gezeigt. Zudem profitierten sie von einer starken Binnennachfrage. – Dagegen befürchten die Wirtschaftsverbände massive Einbußen durch einen EU-Austritt der Briten. Der Präsident des Industrie- und Handelskammertages, Schweitzer, sagte, betroffen seien vor allem die rund 2.500 deutschen Firmen, die in Großbritannien produzierten.


Bundestag beschließt neues Anti-Terror-Gesetz

Zum Schutz vor Terroranschlägen darf der Verfassungsschutz künftig mehr Daten mit ausländischen Geheimdiensten austauschen. Das sieht ein neues Anti-Terror-Paket vor, das der Bundestag mit den Stimmen der Koalition beschlossen hat. Es erlaubt dem Verfassungsschutz, mit Partnerdiensten – insbesondere der EU und der Nato – gemeinsame Dateien anzulegen. Auf diese Weise sollen Erkenntnisse über verdächtige Personen geteilt werden. Käufer von Prepaid-Karten für das Handy müssen künftig ihren Personalausweis vorlegen.


Sanders will Clinton unterstützen

Der demokratische US-Präsidentschafts-Bewerber Sanders will seine partei-interne Konkurrentin Clinton unterstützen. Sanders sagte dem Fernseh-Sender MSNBC , er werde bei der Präsidentschaftswahl im November für die Ex-Außenministerin stimmen. Er wolle mit Clinton zusammenarbeiten, um den republikanischen Kandidaten Trump zu besiegen. – Sanders ist bisher aus dem Rennen um die Präsidentschafts-Kandidatur nicht offiziell ausgestiegen. Clinton verfügt nach den Vorwahlen inzwischen über genügend Stimmen, um im Juli als demokratische Präsidentschafts-Kandidatin gewählt zu werden.


Boxen: Verletzter Fury verschiebt WM-Kampf gegen Klitschko

Der für den 9. Juli geplante WM-Boxkampf zwischen dem Engländer Tyson Fury und Wladimir Klitschko muss verschoben werden. Titelverteidiger Fury zog sich im Training eine Knöchelverletzung zu und muss nach eigener Aussage einige Wochen pausieren. Klitschko äußerte sich über die Absage enttäuscht. Dann werde er sich seinen WM-Gürtel eben ein paar Wochen später zurückholen. – Klitschko hatte das erste Duell gegen Fury im November vergangenen Jahres einstimmig nach Punkten verloren.

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